Wayalek / וילך

"Und er ging"

Torah:        5.Mose 31

 

Haftarah:    Jes 55-56

 

Hadaschah: Mt 21,9-17

 

 

Die Paraschah "Wayalek" ist nicht nur Einer der kürzesten Portionen innerhalb der Torah, sondern auch Einer ihrer Inhaltsvollsten. Sie besteht nur aus einem Kapitel und wir werden in ihr auf einen wesentlichen Punkt im Glauben auf-merksam gemacht, weshalb sie zurecht den Schlußstein des göttlichen Gesetzes bildet als dessen sinnbildliche Vollendung in Yeshua als Maschiach!

5. Mose 31,1-3:
Und Mose ging hin und redete diese Worte zu ganz Israel. Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre bin ich heute alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen; und der HERR hat zu mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen. Der HERR, dein Gott, er zieht vor dir her hinüber; er selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, dass du sie vertreiben kannst. Josua, er zieht vor dir her hinüber, wie der HERR geredet hat.

 

Hieran sehen wir einerseits, dass Moscheh ein gerechter Mann war und sein Leben somit in der Verheißung (nach der Sintflut) mit 120 Jahren vollenden konnte, doch er nicht die entsprechenden Attribute der Verheißung trägt, wieso Josua als Sinnbild auf Yeshua als Vollender des Glaubens eingesetzt wird! Der Titel der Thoraportion lautet in der Ursprache "Gott fügt, dass die Kraft gegeben wird" und ist ein weiteres Beispiel auf die Perfektion des Erdenwandels Israels, vorgelebt durch den Maschiach. Im dazugehörigen Hadaschah-Teil lesen wir davon wie Israel seinen König in Jerusalem einziehend akzeptiert und somit auch Teilhabe an der göttlichen Kraft und der Herrschaft in Christus wird.

 

-Wer Augen hat, der sehe-

 

Die Verheißung in diesem Kapitel beginnt damit, dass wir sämtliche Fremdvölker vor uns vertreiben und das Interessante dabei ist, dass die drei genannten Völker allesamt "Talbewohner" sind und damit zum Ausdruck gebracht wird, wie wir innerhalb dieser Welt obsiegen können! Es ist überaus wichtig zu beachten, dass wir innerlich und betreffend unseres Wesen uns von den irdischen Begierden lösen sollen, damit wir wahrhaft nur Gäste hier auf Erden sind und auch unseren Lauf in Christus vollenden können anhand des Gesetzes יהוה, was uns durch den Engel am Sinai gegeben wurde! Wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz und daher müssen wir umso mehr Richtung Himmel blicken und den Ort begehren wo sowohl unser "Eheherr" als auch unser Vater wohnen, Selah! Aus diesem Grund ist es auch nicht zufällig, dass die erste Aufforderung in diesem Kapitel wie folgt lautet: Sei stark (חזק) und mutig (אמץ) ! Im Hebräischen bedeutet dies konkret soviel wie "Bewahre die Erlösung durch Treue zum Schöpfer & Gesetz und weite das Schwert aus". So liebe Geschwister! Wo ist denn nun unser Glaubenszeugnis in heutigen Tagen? Alleine diese beiden Eigen-schaften reichen de facto aus, um in das verheißene Land zu kommen und es wird leider breitflächig missachtet, wobei Israel es doch ist, welche für das herrliche Erbe vorherbestimmt ist! Ansonsten läuft man Gefahr folgendes Malheure auf sich zu nehmen: Verlassenheit (עזב) & Niedergeschlagenheit (חתת). Dem Urtext entsprechend meint dies en detail, dass man für sich nicht Weltliebe & Verschlossenheit wählen soll, sondern stets den Fokus und das Trachten positiv auf die eigene Erlösung auszurichten hat durch Glauben & (Gesetzes)-Treue! Im Endeffekt ist es eine Symbiose aus Beidem, was unsere Vollendung und Landnahme vorantreiben und auch zum Abschluß bringen wird:

 

5. Mose 31,9-11:
Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Söhnen Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten von Israel. Und Mose befahl ihnen und sagte: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahres, am Fest der Laubhütten, wenn ganz Israel kommt, um vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte zu erscheinen, die er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen, vor ihren Ohren.

 

Diese Erfüllung wird ebenfalls an einer Pophetie deutlich, die dem Volk an dieser Stelle gegeben wird. Einerseits die vollständige Freilassung in יהוה zu einem bestimmten Zeitpunkt im Weltenlauf und andererseits ebenfalls eine Unter-weisung darin, dass man dem Gesetz eine beflissene Beachtung schenkt, damit das Endziel gewährleistet bleibt und zudem auch das ganze Volk Israel sein Erbe JENSEITS des Jordan in Empfang nehmen kann! Sobald wird das heilige Land in Besitz (ירשׁ) genommen haben, gilt es natürlich dieses zu bewahren. Ingesamt ist es ein aktiver Prozess, welcher ebenfalls die Teilnahme unserer bedingt. Und zwar Eine, die laut Schrift als Resultat hat, dass "Gott & Himmel zum Haupt" werden und fügt sich somit abermals nahtlos in die Richtschnur der Thora ein!

 

5. Mose 31,14-21:
Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangekommen, dass du sterben wirst. Rufe Josua, und findet euch im Zelt der Begegnung ein, dass ich ihm Befehl erteile! Da gingen Mose und Josua hin und fanden sich im Zelt der Begegnung ein. Und der HERR erschien im Zelt, in der Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes. Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen. Und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Göttern des Landes, in das es kommt, in seiner Mitte nachhuren. Und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. Da wird mein Zorn an jenem Tag gegen es entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. Und es wird zum Fraß werden, und viele Übel und Nöte werden es treffen. Und es wird an jenem Tag sagen: Haben diese Übel mich nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht 〈mehr〉 in meiner Mitte ist? Ich aber, ich werde an jenem Tag mein Angesicht völlig verbergen wegen all des Bösen, das es getan, weil es sich andern Göttern zugewandt hat. Und nun, schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Söhne Israel! Lege es in ihren Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen gegen die Söhne Israel wird! Denn ich werde es in das Land bringen, das von Milch und Honig überfließt, das ich seinen Vätern zugeschworen habe, und es wird essen und satt und fett werden. Und es wird sich andern Göttern zuwenden, und sie werden ihnen dienen und mich verwerfen, und meinen Bund wird es brechen. Und es wird geschehen, wenn viele Übel und Nöte es treffen, dann wird dieses Lied als Zeuge vor ihm aussagen; denn es wird nicht vergessen werden im Mund seiner Nachkommen. Denn ich kenne sein Sinnen, mit dem es 〈schon〉 heute umgeht, 〈noch〉 bevor ich es in das Land bringe, das ich 〈seinen Vätern〉 zugeschworen habe.

 

Jesaja 55,6-13:
Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn 〈so viel〉 der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es bewirkt, was mir gefällt, und führt aus, wozu ich es gesandt habe. Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und die Hügel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und alle Bäume des Feldes werden in die Hände klatschen. Statt der Dornsträucher werden Wacholder aufschießen, und statt der Brennnesseln schießen Myrten auf. Und es wird dem HERRN zum Ruhm, zu einem ewigen Denkzeichen sein, das nicht ausgelöscht wird.

 

Dieser Gegensatz wird uns als Wahl hingestellt und trifft damit nicht nur den Tenor der vorangegangenen Paraschot, sondern zeigt uns zudem auf, dass es gerade der freie Wille ist, welches unserem Opfer ebenfalls vollste Wertigkeit im Gaumen יהוה verleiht! Damit diese dauerhafte Interaktion -als Unterpfand der Erlösung- überhaupt möglich wird, ist es notwendig, dass wir unsere Tür für den Himmel und den Schöpfer öffnen, Selah! In diesem Kontext kommt als Zeugnis ebenfalls Yehoshua (יהושׁע) als Vollender Moscheh zum Zuge und meint in der Ursprache, dass "Eine Möglichkeit für Gott und den Himmel in dieser Welt" geschaffen wird. Dieses vollkommene Zeugnis und die Gesetzestreue haben wir gänzlich als Vorbild in dem Wandel des Yeshua von Nazareth, wieso wir unserern Fokus hauptsächlich auf IHN als Erlöser zu richten haben, voraus-gesetzt wir wollen, dass sich dieser Schlußstein der Torah  auch auf uns setzt!

 

-Wer Augen hat, der erkenne-

 

Zum Abschluß der dieswöchigen Paraschah wird das Volk noch einmal auf das Gesetz und die Treue zu Josua hin unterwiesen, damit auch sichergestellt wird, dass sich der individuelle Wandel der Israeliten auch völlig ergibt! יהוה sucht die Nähe der Menschen und unternimmt alles Mögliche, damit diese erst möglich und dann auch dauerhaft gewährleistet bleibt. In diesem Rahmen begleitet ER uns als Wolkensäule auf dem Weg durch die Wüste und eröffnet durch die Beachtung der Torah einen legitimen Weg, um durch Reinheit und Treue in der Gemeinschaft mit Elohim zu bleiben. So sehr hat der EWIGE die Menschen geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, wieso wir umso mehr dem Zeugnis Yeshuas Beachtung schenken sollten und somit auch dem Auftrag Moscheh gerecht werden, den er an Josua zur Vollendung Israles erteilt hat! Da wir kurz vor der Endzeit stehen, ist dieser Abschnitt auch ein weiterer Hoffnungsbringer auf die Verheißung und die kommende Erlösung, die sowohl den Lebenden und Entschlafenen im siebten Jahr zuteil wird! In den Propheten lesen wir, dass zuvor dass Herz der Kinder wieder dem der Väter zugewandt wird. Aktuell liegt es daher an Jedem den eigenen Fokus zu korrigieren und zu festigen, damit sich das erfüllt was nicht nur den Urvätern verheißen wurde, sondern auch das, was wir selbst unmittelbar in Empfang nehmen werden! Die gesamte Menschheit ist einst zu einzig diesem Zweck erschaffen worden, wieso wir als Licht der Nationen unseren Auftrag nun beflissen wahrnehmen sollten durch die Beachtung der hinterlassenen Zeugnisse. "Wayalek" zeigt uns somit den Weg auf, den wir fallabschließend gehen werden zum Ende der Wüsten-wanderung zur Vollkommenheit in Yeshua durch die Annahme seines Sinnbildes Josua innerhalb der Torah hin. Alles in Einem steht das Volk Israel vor einem historischen Umbruch, weshalb wir unser Herz schleunigst bereinigen sollten und auch das Wort יהוה direkt und ohne Sauerteig an den Mann bringen müssen. Ähnlich wie der Abschlußvers, können wir diese Forderung ruhig als letzte Vergatterung vor den letzten Ereignisse und dem Zeitpunkt der Landnahme und dem Empfang des himmlisches Erbes ansehen, Halleluyah!

 

5. Mose 31,28-30:
Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Aufseher, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe! Denn ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu 〈eurem〉 Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände. Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die Worte dieses Liedes zu Ende...

 

שלום

Neueste Beiträge:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Talmid 2021