Schophthim / שופטים

"Rechtsbestimmungen"

Torah:        5.Mose 16,18-21,9

 

Haftarah:    Jes 51-52

 

Hadaschah: Joh 14,9-20

 

 

5. Mose 16,18:
Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der HERR, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.


Gleich im ersten Vers der dieswöchigen Paraschah ist die Summe aller Lehre der Thora und Christi als Wegweisung des eigenen Handelns zusammengefasst! Sie trifft ebenfalls den Tenor der vorangegangen Abschnitte und den Urton der Erlösung des Menschen aus dieser Welt. Um diesen wichtigen Vers zu verstehen, muss man sich die Gegebenheiten in der Ursprache vor Augen führen. Richter (שׁפט) & Aufseher (שׁטר) sorgen hierbei dafür, dass unser Fokus stets auf das Himmlische in unserem irdischen Dasein (hebr. Tore) gewährleistet bleibt zu dem Zwecke der Aufrichtung des Volkes, was automatisch durch die Bewahrung des himmlischen Fokusses bewahrt wird! Darüber hinaus gehört der Sprache nach noch etwas mehr dazu. Wir müssen selbst schon einen Wandel wie ein Himmelswesen durch Beachtung und Bewahrung des Gesetzes an den Tag legen. Sämtliche Hinweise im Hebräischen und in der Thora dienen als Blaupause / Schatten auf Yeshua HaMaschiach, wieso es einfacher erscheint sich an den Meister zu halten. In der Thora können dann die Dinge in Tiefe erforscht werden, damit der eigene Wandel vollendet wird im Äußeren und im Inneren durch die Führung des Ruachs! Göttliche Gerechtigkeit an den Menschen wird somit erfüllt, dass diese ihre Erlösung erlangen und nicht wie Sterbliche Denken durch ausgewogene Rechtsverhältnisse. Wer ohne Sünde ist, werfe....

 

-Wer Ohren hat, der höre-

 

Genau in diesem Duktus sind viele Rechtsbestimmungen und Satzungen zu verordnen, da sie einzig unserer dauerhaften Erlösung dienen und somit ebenfalls die Liebe יהוה komplementieren! Daher verweist der Folgevers schon auf ein wichtiges Prinzip zur Vollendung dieser Gerechtigkeit. Nämlich das Verbot der Annahme eines "Bestechungsgeschenkes" (שׁחד), was gemäß dem Urtext folgendes bedeutet "Himmel verschließt die Tür" und zeigt uns schon die Konsequenz einer möglichen Abweichung auf. Im Endeffekt geht alles im Wort יהוה Hand in Hand miteinander wie ein riesiges Uhrwerk, wieso wir den Schöpfer umso mehr für das stückweite Erkennen preisen möchten, Halleluyah! Vers 20:
Nur unserer Gerechtigkeit (צדק) sollen wir eifrig nachjagen, Hebräisch: "Lasse die Tür für die Erlösung weit offen", Selah!!! Danke EWIGER! Im Folgenden lesen wir daher von einer prinzipiellen Maßnahme, wenn durch einzelne Menschen eben diese Gefahr innerhalb der Gemeinschaft entsteht, dass der Fokus auf das Himmlische nicht mehr gegeben ist, dann soll man den Betroffenen steinigen (אבן), was im Hebräischen soviel heißt wie "sich selbst überlassen" oder wie im NT steht, "wie einen Heiden behandeln"! Damit einhergehend ist auch der Ausschluß aus der Gemeinschaft der Heiligen, so wie er in Preußen bei Ehebruch zB par Excellence praktiziert wurde. Das Wort für "böse" (רעה) übrigens bedeutet im Hebräischen "Weltlich gesinnt sein", schließt sich nun der Kreis?

 

5. Mose 17,18-20:
Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus 〈dem Buch, das〉 den Priestern, den Leviten, vor〈liegt〉. Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine Söhne, in der Mitte Israels.

 

Wohl dem Land, dessen König dem Ackerbau dient! Daher ist es absolut fatal, wenn ein weltlicher Herrscher nicht יהוה im Fokus hat und entsprechend regiert, sondern die Menschen ihrem irdischen Gefängnis überlässt! Führer und Aufseher des Volkes müssen darauf bedacht sein, dass sie dem Zwecke der Erlösung der Menschen dienen und somit Elohims Willen vollenden und nicht etwa die Menschen zum Eigennutze missbrauchen, so wie aktuell weltweit vorhanden! Es versteht sich im Normalfall von selbst, dass ein König / Fürst das Gesetz des Höchsten kennen und beachten muss, damit die Menschen im Lande rechtgeleitet (Thora) werden und gleichzeitig die spirituelle Herrschaft יהוה über die Menschen hier auf Erden zum Heil und Segen in Fülle erfolgen kann!

-Wer Ohren hat, der höre-

 

Damit die Stellvertreter Yahs auf Erden ihre Arbeit erfolgreich verrichten können ist es notwendig, dass das Volk auch diese Authoritäten akzeptiert, damit der Wille Elohims in Gänze Beachtung findet. In diesem Kontext ist es unablässlich, dass die Leviten als "dienende Kaste" ihren Anteil bekommen, damit sie frei sind von weltlichen Obligationen und sich damit יהוה zum Wohle des Volkes weihen können! Wer die moderne Erscheinung des "Zweifelns" & "Argwohn" nicht überwindet, schneidet sich selbst ins Fleisch und geht zugrunde, da er den Boten יהוה missachtet hat. Es gibt Vieles was der Herr Zebaoth Euch durch meinen Mund zu sagen hat und seid froh, dass ich es Euch zum Wohle zurückhalte, doch sind mittlerweile Zeiten angebrochen, wo ein Jeder selbst die Entscheidung treffen muss, ob er zum Weizen oder doch nur zum Spreu zählen möchte? Öffnet daher Augen, Ohren & Herz und erkennt, dass es dem Schöpfer wohlgefällig ist Herolde und Propheten der göttlichen Wahrheit einzusetzen!

 

5. Mose 18,15-19:
Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören nach allem, was du vom HERRN, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: Ich möchte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht länger hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe! Da sprach der HERR zu mir: Sie haben recht getan 〈mit dem〉, was sie geredet haben. Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde. Und es wird geschehen, der Mann, der nicht auf meine Worte hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern.

 

Jesaja 52,13-15:
Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln. Er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein. Wie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt war sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder –, ebenso wird er viele Nationen besprengen; über ihn werden Könige ihren Mund schließen. Denn sie sehen, was ihnen nicht erzählt worden ist, und was sie nicht gehört haben, nehmen sie wahr.

 

Johannes 14,16-17:
Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch ist in der Weltzeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn erkennt. Ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

 

 

Es ist Endzeit und der Spaß hat nun ein Ende! Bereitet Euch schon einmal darauf vor, dass in kommender Zeit einige Knechte יהוה aufstehen werden. Nehmt deren Weisungen und Worte ernst, wollt Ihr selbst nicht zur Rechenschaft gezogen werden und eine Strafe absitzen, die Ihr niemals abbezahlen könnt, Selah! Das Folgekapitel unterstreicht diesen Anspruch und setzt zu einem Zeitpunkt an, an dem Israel schon die entsprechenden Weisungen Elohims erhalten hat und seine Zustimmung für deren Befolgung erteilt hat (Ja und Amen sagen!)! In diesem Fall wird uns anhand der wohl schwersten Sünde aufgezeigt, dass wir tunlichst nicht mehr mit Vorsatz sündigen dürfen, da die Folgen hiervon irreperabel sind. Das doch etwas amüsant anhauchende Fallbeispiel mit dem Totschläger im Wald und der Axt soll uns hierbei lehren, dass wir um ein gerechtes Urteil fällen zu können ebenfalls das "Motiv der Tat" und die "innere Haltung" des Täters berücksichtigen müssen, da es scheinbar auch vorkommt, dass "Unfälle" durch die Fügung Elohims geschehen und freilich der Mensch hierfür keine Strafe davon tragen kann! Da auf Erden in der äußeren Welt diese Tat erst einmal nur sichtbar erscheint, fällt es dem nicht ganz selbstlosen Beteiligten meist schwer ein gerechtes Urteil zu fällen und es wird Rache ausgeübt. Um solch ein Unrecht zu vermeiden werden auf Geheiß des EWIGEN sogenannte "Zufluchtsstädte" (נוס ערים) errichtet. Die Bregrenzung der Anzahl auf genau 3 und der Urtext lassen hierbei profan gesprochen folgende Weisheit dahinter zu: "Wenn ich weiß, dass ich es nicht war, dann kann ich es Einen der Dreien da oben zuschieben, da es durch ihre Hand gewirkt war"! Eine Wahrheit, von der man durchaus Gebrauch machen soll bei entsprechender Gegebenheit. Die darauffolgende Weisung, dass wir bei Gericht als getreuer Zeuge (עד) fungieren sollen damit ein unschuldiges Menschenleben nicht zerstört / belastet wird erschließt sich im Regelfall dem gesunden Menschenverstand selbst, wieso hierauf nicht näher eingegangen werden muss. Die theologische Wahrheit gemäß Urtext dahinter besagt zudem, dass wir in der Äußeren Welt als Tür zum Himmel durch unseren Wandel fungieren sollen, so wie es Yeshua von sich behauptet und gelebt hat, Selah!

 

-Wer Augen hat, der sehe-

 

5. Mose 19,21:
Und du sollst nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß!

 

Wohlgemerkt! Dieser Vers ist einerseits ein Ausdruck von ausgleichender göttlicher Gerechtigkeit und andererseits ein Zeugnis dafür, dass gemäß dem Gesetz der Saat -> Ernte jedes Handeln eine Konsequenz nach sich zieht, sei sie gut oder böse! Wie oben schon beschrieben haben wir nicht das "ausgleichende Recht" Sünde zu bestrafen, wenn wir selber sündig sind und im schlimmsten Fall exakt diesselbe Übertretung selber begehen! Genau aus diesem Verständnis heraus riet uns Yeshua in der Bergpredigt davon ab, Rache auszuüben, da erlittenes Unrecht zuweilen auch als "Prüfung durch Oben" Einem widerfährt! Gerechtigkeit in dem Sinne sind auch alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die menschliche Seele ihre Erlösung findet und somit ihren eigentlichen Zweck der "Wüstenwanderung auf Erden" vollendet!

 

5. Mose 20,2-4
Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrückt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk reden und zu ihnen sagen: Höre, Israel! Ihr rückt heute zum Kampf gegen eure Feinde heran. Euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der HERR, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen, um euch zu retten.

 

Seid stark und mutig ist hierbei das Motto unseres Daseins hier auf Erden, da hier die Feindschaft zwischen den Gerechten & Abtrünnigen herrscht gemäß der Prophezeiung aus Bereschit. Ohne die Hilfe יהוה sind wir hierbei chancenlos unterlegen, da wir gegen Mächte und Kräfte anzukämpfen haben, die das Maß der irdischen Normalität weit übersteigen! In diesem Zuge macht es keinen Sinn ängstlich / ungläubig anzutreten oder wenn das eigene Haus noch nicht im Glauben fest gegründet steht! Solche Krieger sollen bitteschön zuhause bleiben und sich erst einmal darum kümmern, dass sie gefestigt werden. Diese Gebot dient sowohl zum Selbstschutz als auch zum Schutz vor der Verspottung des heiligen Namen, denn macht mich sich nicht lustig über Jemanden, der mit seinen 10,000 Mann gegen Einen in die Schlacht zieht mit 20.000, sprich gegen Jemanden der unter bestimmten Vorraussetzung schon zum Scheitern ver-urteilt ist? Die Fremdvölker die nämlich unser Erbgut belagern gehören rausgeschafft wie das Ungeziefer aus der Wohnung wieso wir dieses Vorhaben in höchster Stringenz abschließen müssen! Da wir die Fahne יהוה auf Erden sind, müssen wir darauf bedacht sein, dass wir selbst in Ausnahmesituationen nicht das Gesetz übertreten und daher bekommen wir zum Ende des Kapitels noch einmal den Auftrag, dass wir selbst bei unseren Feldzügen das Leben zu achten haben und daher nur Holz (עץ) gebrauchen dürfen, welches kein Potential in sich birgt Frucht zu bringen! Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gestellt und jeder Baum der keine Frucht bringt wird ins Feuer...

 

-Wer Ohren hat, der höre-

 

Die Thoraportion schließt dann mit einem besonderen Gebot betreffend des Umgangs mit "Erschlagenen" (חלל). An dieser Stelle macht es vordergründig Sinn diese Passage vorallem im Geistigen zu untersuchen, um sich der Weisung Elohims an dieser Stelle Gewahr zu werden. "Chalal" bedeutet in diesem Kontext soviel wie "blinder Fleck" und wir sollen diesen im priesterlichen Sinne bereinigen. Sowohl auf der gemeinschaftlichen Ebene als auch in uns selbst, damit wir die Reinheit des Landes bewahren und somit auch vermeiden, dass sich Krankheiten im Leib bilden! Der Sauerteig muss aus uns heraus und wir ebenfalls die Offenheit für das Gesetz יהוה bewahren, damit es uns gut geht und wir lange untadelig in voller Gemeinschaft mit Elohim Leben können, Selah!

 

5. Mose 21,8-9:
Vergib, HERR, deinem Volk Israel, das du erlöst hast, und lege nicht un-schuldiges Blut in die Mitte deines Volkes Israel! So wird ihnen die Blutschuld vergeben werden. Und du, du sollst das unschuldige Blut aus deiner Mitte wegschaffen; denn du sollst tun, was in den Augen des HERRN recht ist.

 

שלום

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