Chayi Sarah / חיי שרה

"Leben Sarahs"

Torah:       1.Mose 23,1-25,18

Haftarah:    1.Kön 1,1-31

 

Hadaschah: Joh 4,3-14

 

 

Die Torahportion "Leben Saras" berichtet von der direkten Erbfolge und in ihrer Rolle als Stammmutter der Kinder Israels. Abraham begräbt seine Frau und kauft dazu ein Land vom Hethiterkönig, um letztendlich auch das Land um Hebron später als Heimatland der Israeliten zu sichern. Auch hier wird deutlich, dass sich Gastfreundschaft auszahlt und die Akzeptanz der von יהוה eingesetzten Ordnung. Abraham wurde als Fürst Gottes identifiziert und somit wussten die Hethiter um ihr Glück, solch einen ehrvollen Boten יהוה bei sich zu wissen. Der Name Sarah (שׂרה) bedeutet gemäß Urtext in seiner Wurzel "Die Möglichkeit den Himmel zum Haupt" zu haben. In Verbindung mit der Tatsache, dass durch Sarah der Izhaq geboren wurde bedeutet dies, dass diese Frau uns in den Fußstapfen Abrahams eintretend nun ermöglicht in Freude und somit den rechtmäßigen Gottesdienst zu verüben! Ferner liefert die Hohlwurzel des Wortes einen Hinweis darauf, dass wir unseren Glaubensweg in Herrlichkeit als Fürsten beschreiten werden, was freilich Grund zur Freude darstellt, Selah:

 

1. Mose 23,5-6:
Da antworteten die Söhne Het dem Abraham und sagten zu ihm: Höre uns an, mein Herr! Du bist ein Fürst Gottes unter uns, begrabe deine Tote in dem auserlesensten unserer Gräber! Keiner von uns wird dir sein Grab verweigern, deine Tote zu begraben.

 

Die Tatsache, dass nun Sarah ausgerechnet in Hebron (חברון) ein Land von Efron (עפרון) gekauft wird, um sie zu begraben, kommt ebenfalls nicht von Ungefähr. Im Hebräischen bedeutet dies in der Kurzfassung, dass dem Diesseits und den noch Ichbefangenen Wesen eine Möglichkeit auf Herrschaft im Glauben eingeräumt wird. Sarah wird auch bei Mamre begraben, sodass man daraus ableiten kann, dass sich Yeshua gerade am Stärksten im Schwachen offenbart und dies der Wahrhafte Grund seiner Entblößung war, damit  er sich als Lichtbringer innerhalb der Dunkelheit in Fürstenkraft präsentieren kann!

-Wer Augen hat, der sehe-

 

Johannes 4,10-14:
Yeshua antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüsstest wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief. Woher hast du denn das lebendige Wasser? Du bist doch nicht größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank daraus und seine Söhne und sein Vieh? Yeshua antwortete und sprach: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.

 

Sowohl der Jakobsbrunnen als auch das Grab von Sarah liegen auf heidnischem Boden, was ein Sinnbild darauf ist, dass wir ebenfalls dort der Präsenz יהוה in Stärke und Fülle begegnen können! Im Folgekapitel lesen wir wie Isaak die Rebekka als Frau dazu gewinnt. Abraham warnt seinen Sohn eindrücklich darauf eine Frau der Fremdvölker zu sich zu nehmen. Dieses Gebot hat seinen Urgrund schon bei der Verheißung an Adam & Eva damit der gerechte Same bis zur Wiederkunft des Christus im Menschen bewahrt werden kann und somit die Bündnisse weitergegeben werden und nicht auf dem Weg zur Ernte nun dann in Keim erstickt werden. Zudem lehrt uns die Praxis, dass das Herz einer Frau verführerisch sein kann und den Mann eventuell an Maßnahmen bindet, die meist irdischen Ursprungs sind und somit nicht den geistlichen Samen gebären.

Neh 13,23-27:
Zu dieser Zeit sah ich auch Juden, die Frauen genommen hatten aus Aschdod, Ammon und Moab. Und die Hälfte ihrer Kinder sprach aschdodisch oder in der Sprache eines der andern Völker, aber jüdisch konnten sie nicht sprechen.  Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug einige Männer und packte sie bei den Haaren und beschwor sie bei Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben noch ihre Töchter für eure Söhne oder euch selbst nehmen. Hat nicht Salomo, der König von Israel, ihretwegen gesündigt? Und war doch unter vielen Völkern kein König ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel. Selbst ihn verleiteten die ausländischen Frauen zur Sünde. Und von euch muss man das hören, dass ihr ein so großes Unrecht tut und unserm Gott die Treue brecht, indem ihr ausländische Frauen nehmt?

 

An dieser Stelle wird noch einmal deutlich wie wichtig es Gott ist, dass der gerechte Same bewahrt wird und in seiner Folge auch zur Erlösung führt. Es ist wichtig dies unseren Kindern einzuschärfern, damit letztendlich die Vermischung vorgebeugt ist. Weiterhin lesen wir, dass Rebekka anhand von bestimmten Zeichen und Andeutungen in Isaak ihren zukünftigen Mann sieht. Ähnlich verhält es sich mit der samaritischen Frau in Joh 4, die ebenfalls ihren zukünftigen Bräutigam Yeshua begegnet. Die Geschichte zwischen Isaak und Rebekka ist ein Sinnbild darauf, dass uns der Reichtum und Fülle am Brunnen bei der Vermählung erreichen und beschirmen wird! Die Abstammung Rebekkas aus Betuel ist hierbei sehr interessant, da dies die jungfräuliche Bereitschaft der Braut noch einmal untermauert. Ebenfalls bietet uns der dazugehörige Haftrah-Teil einen Ausblick darauf, wie der König zum Ende hin seine jungfräuliche Braut zu sich nimmt und dies gleichsam sämtliche Verheißungen erfüllen wird! Auch wenn auf dem Weg dorthin sich einzelne Individuen auftun mögen, um das an sich zu reißen was ihnen nicht gegeben wurde. "Keiner kann sich nehmen, was ihm nicht durch den himmlischen Vater gegeben wurde". Daher verhält es sich so, dass auch der gerechte Same bewahrt wird und zur Vollendung kommt, damit sich die Bündnisse & Verheißungen auch letzten Endes erfüllen können! In diesem Zuge bekommt einerseits Salomo die ordnungsgemäße Thronfolge gegenüber dem Adoniyah und andererseits ist es der natürliche Werdegang, dass Abraham seinen Sohn Itzhaq mit seiner Verwandten Ribqah vermählt:

 

1. Mose 24,3-4:
Ich will dich schwören lassen bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohn nicht eine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nimmst, in deren Mitte ich wohne. Sondern du sollst in mein Land und zu meiner Verwandtschaft gehen und 〈dort〉 eine Frau für meinen Sohn, für Isaak, nehmen!

 

Das hebräische Wort für Verwandtschaft (מולדת) meint im Urtext: "Wasser verbunden mit der Kraft für die Offenheit des Kreuzes" und impliziert eine Wesensverwandtheit a la "Artsgenosse". Alleine schon anhand dieses Wortes sieht man, dass durch die Heirat innerhalb der Gleichgesinnten der göttliche Same am Besten erhalten bleibt. Die Hochzeit von Isaak & Rebeccah könnte man somit gleichsetzen mit dem Wachstum des Samens im Bereich der Freude und der Festigkeit! Abraham ist der Urvater des Glaubens, welcher das baby-lonische System erst verlassen musste, um auf seiner Reise den wahren יהוה zu treffen, welcher mit ihm ein Bund schloß und den Abraham ebenfalls vielen Prüfungen auferlegte, die wiederum durch den Patriarchen in Treue & Gehorsam begangen und überwunden wurden, Selah! Aus diesem soliden Glauben heraus enstanden dann die Nachfolger Abrahams in Form des Itzhaq und der Ribqah, was sowohl Freude und Standhaftigkeit ausdrückt, welches uns dann im nächsten Schritt ebenfalls zu "Ischrael" werden lässt. Dies beinhaltet auch, dass wir fortan mit dem wahren Leben durch Verheißung gesegnet sein werden:

 

Lukas 20,36-38:

Sie können ja auch nicht mehr sterben, denn sie sind den Engeln gleich und sind Söhne und Töchter Gottes, weil sie Söhne und Töchter der Auferstehung sind. Dass aber die Toten auferweckt werden, darauf hat auch Mose beim Dornbusch hingedeutet, wenn er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.Er aber ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden, denn in IHM leben alle.

 

Nahezu die gesamte Heilige Schrift ist primär geistlich zu verstehen und durch die Eigenart der Hbräischen Sprache schon dazu vorherbestimmt, einen zeitlosen Charakter in sich zu tragen. Yeshua wird auch heutzutage noch lebendig in seinen Jüngern und die Urväter können gleichsam in uns aufleben. Gemäß den Worten des Maschiachs müssen diese sogar in uns präsent sein und zur Vollendung gebracht werden, damit nicht nur die Bündnisse bestehen, sondern auch sich sämtliche Verheißungen an unserem Leib erfüllen können!

 

-Wer Ohren hat, der höre was der Geist den Gemeinden sagt-

 

1. Mose 25,7-10:
Dies sind die Tage der Lebensjahre Abrahams, die er lebte:175 Jahre. Abraham verschied und starb in gutem Alter, alt und der Tage satt, und wurde ver-sammelt zu seinen Völkern. Und seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Höhle Machpela, auf dem Feld des Hetiters Efron, des Sohnes Zohars, das gegenüber Mamre liegt, auf dem Feld, das Abraham von den Söhnen Het gekauft hatte; dort wurden Abraham und seine Frau Sara begraben.


Das Erbe Saras erlischt dann erstmal mit Tod von Abraham. Dieser hatte sich noch eine zweite Frau namens Qethurah (קטוּרה) genommen, was wörtlich die Ausweitung der eigenen Herrschaft bedeutet und bildet einen Indiz darauf, dass er mit dieser "Nebenfrau" die Verheißung aktiv vorantreiben wollte, seinen Samen auf dieser Erde unter den Menschenkindern entsprechend der Prophezeiung zu mehren. Mit dieser Frau zeugte er ebenfalls Kinder und diese bevölkerten weite Teile der östlichen Welt. Isaak erhielt gemäß der Verheißung als Erstgeburt das entsprechende Erbe und hatte nun ebenfalls sich wie sein Vater Abraham an einem Brunnen niedergelassen. Die Nachfahren Ischmaels beschreiben dann zum Abschluß gemäß Urtext, dass dieser rein irdisch gesinnter Sohn ebenfalls nahe an dem Himmlischen wohnen wird, doch selbst nicht die Güter in Empfang nehmen wird, sondern sich dem gerehten Samen fortan in den Weg stellen wird. Diese Erzählung lehrt uns, dass wir bei unserer Wurzel bleiben sollen und uns ebenfalls wie Abraham zu unseren Vätern legen sollen, damit das Ziel in יהוה von uns erreicht wird, Sela! Die dieswöchige Paraschah lehrt uns zeitgleich viele Dinge. Zusammenfassend kann man resumieren, dass wir stets nach der Herrschaft des Himmlischen zu streben haben (=Sarah) und diesen als unseren Haupt im Diessetis etablieren müssen! Ebenso sollen wir glaubend und gehorsam so wie Abraham unseren Weg beschreiten und יהוה schon einmal den Weg in unserem Leben bahnen, durch Obsiegen und Freischaffen von Territorien in unserem Herrschaftsbereich. Erst wenn der Mensch seinen Teil der Abmachung hält, werden sämtliche Verheißungen seitens Elohim in Erfüllung gehen, die unmittelbar mit direkten Bündniszusagen einher gehen. In diesem Zuge werden wir ebenso wie Itzhaq & Ribqah mit Freude und Standhaftigkeit erfüllt sein, die uns wiederum dann zum wahren Ischraeliten heranwachsen lässt. Yah sei Dank gibt es einen Boten, der nicht nur im Himmel seit jeher dient, sondern auch diese Erfahrung als Mensch durchlebt hat, damit er Seinem Volk zielgerichtet hier auf Erden dienlich sein kann. Es wäre daher weise, die Boten יהוה aufzunehmen und das Herz empfänglich für die Wahrheit zu machen, damit nunmehr in Demut und in Entschlossenheit  in den Fußstapfen der Urväter gewandelt werden kann! 

Mal 3,24:
Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.

שלום

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