Schlach / שלח

"Sendung"

Torah:        4.Mose 13-15,41

 

Haftarah:    Jos 2,1-24

 

Hadaschah: Mt 10,1-14

 

 

Bei dieser Paraschah befinden wir uns an einem Punkt bei dem Israel nun gänzlich als Kollektiv gewappnet ist und sich daher bereit wissen sollte, um die nächsten Schritte zu ihrem Ziel zu gehen. Alles in Einem lässt sich der allgemeine Glaubensweg in 4 Etappen unterteilen: Ägypten / Wüste / Sinai / Kanaan! Moscheh stellt hierbei für die Gesetze, die am Sinai gegeben wurden und Josua für Yeshua, der durch Treue und Glauben Israel dann letztendlich in das verheißene Land führen wird. Der Tenor der dieswöchigen Portion lautet somit einerseits den Schritt in das verheißene Land zu wagen und andererseits die gegebene himmlische Herrschaft in uns zu bewahren wie schon der Titel (שׁלח) der Paraschah verlauten lässt. In dem dazugehörigen Haftarah-Teil lesen wir wie Israel durch die Hilfe von Rahab einen Zufluchtsort in Kanaan gewann und das Volk somit durch einen Trick den ersten Fuß ins heilige Land gesetzt hatte. Kanaan (כּנען) bedeutet "Darreichung und Quelle für das Individuum" und weist darauf hin, dass wir im verheißenen Land dann den Segen und die Früchte wiederfinden werden, die Einige fälschlicherweise in der Wüste schon begehrt hatten. Elohim zeigt uns damit auf, dass wir den Glaubensweg nach seinen Vorstellungen entschlossen gehen sollen. Aufgrund von fleischlicher Schwäche aber und dem trügerischen Herzens des Hauses Jakobs gelingt dies nur Wenigen, weshalb Yeshua auch davon spricht, dass der Weg beschwerlich ist und die Pforte, die zum ewigen Leben führt, schmal ist! So gelingt es Israel auch nur durch die Hilfestellung der Rahab (רחב) den Einstieg in Kanaan zu bekommen und die Festung von Jericho zum Einsturz zu bringen und somit Dauergast in den Gefilden zu sein, wo auch letztendlich die himmlische Herrschaft bewahrt wird, da wir somit der Quelles des Lebens Nahe sind!

-Wer Augen hat, der sehe-

4.Mose 13,1-2:
Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sende dir Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israel gebe! Je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen.


Im Kontext der Wüstenwanderung ging es יהוה darum sie durch die obige Anweisung direkt ins heilige Land zu führen, sondern sie an dieser Stelle für die spätere Landeinnahme zu wappnen. Das Verstehen der hebräischen Wurzel תּוּר ist hierbei der Schlüssel, der sich ebenfalls im praktischen bewahrheitet hat! Indem wir uns selber absterben und Elohim als absolute Autorität über unser Leben betrachten und darnach handeln, so werden wir die Bereitschaft generieren können, um unseren Erbbesitz in Empfang nehmen zu können, welcher uns in Kanaan gemäß der Verheißung erwarten wird! Nahezu die gesamten Aussprüche des Maschiach reden von dieser einen Thematik und es ist äußerst wichtig zu begreifen, dass wir furchtlos und treu sein müssen, damit wir überhaupt für würdig befunden sein werden unser Erbe zu empfangen. Der Glaube spielt hierbei die Hauptrolle, welcher sich gemäß dem Schriftzeugnis jeweils in Treue (Kaleb) und Selbstbewußstein (Nun) unterteilt. Zumindest sind es diese beiden Eigenschaften, die uns bei der Landnahme am dienlichsten sind!

4. Mose 13,27-31:
 Und sie erzählten ihm und sagten: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fließt von Milch und Honig über, und das ist seine Frucht. Allerdings ist das Volk stark, das in dem Land wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und auch die Söhne Enaks haben wir dort gesehen. Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hetiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. Und Kaleb beschwichtigte das Volk, das gegenüber Mose murrte, und sagte: Lasst uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen! Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sagten: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn es ist stärker als wir.


Die Heilige Schrift führt hier direkt ein Negativbeispiel an, wie es nicht ordnungsgemäß läuft. Wir dürfen erkennen, dass יהוה lösbare Aufgaben stellt, jedoch der Mensch oft an seiner eigenen Schwäche scheitert, die jederzeit durch Willenskraft überwunden werden kann! Deshalb ist es fatal, wenn wir unseren eigenen Kleinglauben auf ander projezieren und somit auch das gesamte Volk damit anstecken und sie letztendlich davon abhalten ihr Erbbesitz in Empfang zu nehmen! Wir persönlich können uns keine schlimmere Sünde als diese vorstellen, da sie ebenfalls das abtötet, was zuvor zum Leben bestimmt war! Die Thora zeigt diese Gefahr eindeutig auf, indem sie davon berichtet, wie Israel erneut gegenüber seine Obrigkeit murrte, weil es in seiner Schwäche dem Starken nicht zum Sieg verhelfen wollte. Psychologisch kann man sich da so erklären, dass der Mensch sich nur ungerne ausgeschlossen und schon garnicht retardiert fühlen mag, wieso er lieber in Kauf nimmt, dass seine Nächsten zusammen mit ihm fallen, als ihnen das Glück zuzugestehen und somit letztendlich auch im Einklnag mit dem Willen Elohims stehen zu können!

-Wer Ohren hat, der höre-

4. Mose 14,1-4:
Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht. Und alle Söhne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron, und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben! Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren? Und sie sagten einer zum andern: Lasst uns ein Haupt über uns setzen und nach Ägypten zurückkehren!


Diese Herzenshaltung ist im Haus Jakob heutzutage allgegenwärtig und schon in Mark und Bein übergegangen, wieso es dringend einer Renovierung bedarf und den Willen den entscheidenden Schritt zum Israelitentum zu gehen via der Überquerung des Jordans. Andernfalls werden sich grundlegende Probleme nicht beiseite tun und das Volk wird durch die vielen Ehrenrunden, die sie in der Wüste drehen, dort umkommen und so niemals zu ihrem Erbbeseitz kommen! Wir von talmid.de können bezeugen, dass es hierfür keinen Grund gibt und die vermeintlichen Feinde in Kanaan nur bedrohlich wirken, aber im Kern uns nichts anhaben können. Wenn wir uns nun in unserem Innern vor Jenen fürchten, die unseren Leib antasten können, aber unserer Seele keinen Schaden hinzufügen können, so haben wir automatisch die Autorität Yeshuas und seines Gebots über unser Leben nicht zugelassen! Das Geheimnis hierbei ist es, dass man sich vertrauend wie ein Kind in die Hände יהוה fallen lässt auch wenn der Gegenwind stark ausfällt. In Folge dessen wird die Präsenz Elohim in uns und die Geisteskraft zunehmen, sodass wir die eingesetzten Personen und die Wolke erkennen und somit uns auch in diesen Bereichen dem Willen des EWIGEN erfolgreich unterordnen können. Dadurch wird ebenfalls das Fleischliche in uns abnehmen, sodass es uns auch leichter fallen wird Autoritäten zu akzeptieren und uns in Allem dem Willen Elohims unterzuordnen und der Auflehnung und dem Misserfolg damit ein Ende zu setzen in Glauben an Yeshua Ha Maschiach!

-Wer Augen hat, der erkenne-

An dieser Stelle wollen wir aber keinen Hehl aus dem Schwierigkeitsgrad des Glaubens machen und somit auch dem Schriftzeugnis folgen. In dieser Situation nämlich hatte das Volk erstmalig erkannt, dass die Pforte tatsächlich schmal ist und nur die Mutigsten und Aufopferungsvollsten eine "realitische" Chance haben das Erbe in Empfang zu nehmen. Dies könnte man meinen, wenn man nach dem Augenschein urteilt. In Wirklichkeit prüft יהוה uns aus einem bestimmten Grund darauf wie treu und leidensfähig wir sind uns für seine Sache aufzuopfern, so wie er es durch Yeshua für uns gemacht hat! Es ist tatsächlich ein beschwerlicher Pfad aus Ägypten über die Wüste in das verheißene Land und es war nicht der Wille Elohims, dass wir es so schwer haben sollen. Die Angriffe und Einschübe des Feindes machen es  dem Gerechten auf dieser Erde besonders schwer, weshalb wir vom Maschiach persönlich gelehrt wurden, wie wir unter diesen Umständen wieder zu unserem Erbbesitz kommen! Sobald wir diese erkennen, merken wir, dass יהוה in absoluter Liebe handelt, wenn er sich erniedrigt und uns durch den Sohn die Möglichkeit auf Leben schenkt!

4.Mose 15,37-41:
Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen für alle ihre künftigen Generationen und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen. Und das soll euch zur Merkquaste werden, und ihr sollt sie ansehen und dabei an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Gelüsten ihr nachhurt, damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie tut und heilig seid eurem Gott. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR, euer Gott.


Damit das erhaltene Leben schließlich auch bewahrt werden kann wird ein Sicherungsmechanismus der Quasten (ציצת) eingerichtet, was wörtlich "Durch Erlösung göttlich, durch Erlösung das Kreuz" bedeutet. יהוה begehrt es unser Elohim zu sein und daher müssen wir bestimmte Bedingungen erfüllen / Gebote einhalten damit wir in seiner Präsenz verweilen können. Die Himmlische Herrschaft muss bewahrt werden und daher gibt er uns in dieser gleich Merkmale an die Hand, womit dies bewerkstelligt werden kann: Gehorsam & Edelmut! In Kanaan werden wir dann auch die Opfer darbringen können, die Elohim besonders wohlgefällig sind. Das Besondere bei ihnen ist, dass sie großflächig mit Mehl (סלת) und Öl (שׁמן) vermengt werden. Im Hebräischen bedeutet dies, dass wir in Fülle durch das Innewohnen des Geistes das Himmlische Gesetz als Opfer erfüllen werden und nicht mehr nur in Einzelaspekten dem himmlischen Vatern opfern werden. Das hängt damit zusammen, dass wir in Kanaan zur Fülle unseres göttlichen Daseins heranwachsen werden und somit auch die schöpferische Fülle in uns tragen werden. Dieser Zustand erwartet Israel ebenfalls im Millenium unter Führungs des Christus und daher ist es wichtig den Schabbat entsprechend zu heiligen, damit wir dann für diesen Zeitabschnitt gewappnet sein werden. יהוה setzt hierbei die Entweihung des Schabbats mit Rebellion und Götzendienst gleich, weshalb er hier auch den dauerhaften Ausschluß als Strafe verhängt. Im Endeffekt dreht sich unser gesamtes Dasein darauf, dass wir in das ewige Leben eingehen, um Gemeinschaft mit dem Schöpfer zu haben. Diese Paraschah lehrt uns hierbe, dass allein wir es sind, die dies verhindern und bietet uns somit großen Raum zur Selbstreflektion. Wir sind dazu berufen dieses Geschenk zu empfangen und unseren irdischen Lauf zu vollenden auch wenn es etwas kosten mag! Damit wir nun in den Genuß der Verheißungen kommen müssen wir treu sein und auch unser Herz gänzlich auf unseren Elohim richten:

Psalm 105,4-11:
Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit! Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes, du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten! Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt. Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«


שלום

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