Schemot / שמות

"Namen"

 

Torah:       2.Mose 1,1-6,1

 

Haftarah:    Jes 27-29

 

Hadaschah: Mt 2,1-12

 

 

Das 2. Buch Mose beginnt mit den Namen der Stammkinder Israels oder genauer gesagt damit, dass sich das "Himmlische Wasser mit dem Kreuz fest verbindet"! Wir lernen in dieser Paraschah unseren Stammvater Moscheh kennen, der in Kapitel 2 Vers 10 als der "vom Wasser Genommene" benannt wird. Wir möchten vielmehr auf die Wurzel hinweisen, die besagt, dass Moscheh "Die Möglichkeit auf Himmlisches Wasser (=Gesetz) hat"!!! Dies lesen wir nicht nur bei den Aposteln zu Hauf, sondern wenig später in Schemot als Moscheh den Befehl erhielt, ja alles so auszuführen wie er es als Abbild im Himmel sah (2. Mose 26.30).

-Wer Augen hat, der sehe-

Die Tatsache, dass dem Haus Jakob zu Beginn der Thoraportion gleich die vollständige Ausdehnung zugesprochen wurde, spricht für die rasende Vermehrung des in ihm steckenden Potentials. Die Zahl 70 ist in den heiligen Schriften das Sinnbild für die Vollständigkeit in Gnade und Gericht, was bedeutet, dass 70 immer etwas Vollendetes ausdrücken soll. Der fruchtbare Boden,der damit gelegt worden war, soll ebenfalls aufzeigen, dass wir selbst in der Fremde in Vollkommenheit bestehen können und unsere Anzahl, als auch unsere Talente rapide zunehmen werden.

2.Mose 1,9:
Der Pharao sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Israeliten ist mehr und stärker als wir.

Dieser Begebenheit sind Gläubige in der Welt seit jeher ausgesetzt. Immer wenn wir mit unserer Haltung voranpreschen oder nur für uns Zuwachs nehmen, wird der Weltenherrscher, als Stellvertreter des Feindes, uns in die Zange nehmen. Dies geschieht nicht nur im Äußeren, sondern auch in uns selbst, wenn der Israelit in uns wächst und das Heidnische in uns weniger wird! Die Wurzel
עצם drückt soviel aus wie bei der "Quelle der Erlösung und Wasser sein" was getreu oft mit "mächtiger sein" überliefert wird. Es ist ebenfalls eine Warnung an uns, was im Folgenden geschieht. In blankem Wahn verfallend befiehlt der Pharao die Auslöschung des israelitischen Bestands, wo wir zuvor lasen, dass יהוה deren reichen Fortbestand garantierte. In der Welt sind wir der Willkür ausgesetzt, doch haben wir einen Beistand im heiligen Wort Elohims, auf seine Weisungen zu achten:

Lk 12,4-5:
Ich sage euch aber, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen die den Leib töten, und darnach nichts mehr tun können. Ich will euch aber zeigen, vor welchem ihr euch fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Hölle. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch.

2. Mose 1,17:

Aber die Hebammen fürchteten יהוה und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.

Selbst israelitische Frauen in starker Opression damals, gingen dem Willen
יהוה nach und haben sich nicht davor gescheut für die Weisungen Elohims einzustehen. Heutzutage fällt es einigen von uns schwer in unserer unermesslichen Menschenfurcht und Angst ein klar erkennbares Signal an die Ausenwelt zu geben. Auch diese Stelle hierzu soll uns als Unterweisung dienen! Eine Selbstprüfung auch in Hinblick auf die Worte Paulus sind in unserem täglichen Wandel mehr als angebracht.

2. Mose 1,21:

Und weil die Hebammen יהוה fürchteten, gab er auch ihnen Nachkommen.

Im größten Zenit der Verfolgung sandte
יהוה seinem Volk die rettende Verheißung in Form von Moscheh. In der Hadachah-Portion lesen wir dazu in Mt 2 das Abbild auf den Maschiach. Aus dem Stamm Levi entstammend wurde Moscheh, nachdem er durch eine Fügung zum Hofe Ägyptens kam, von seiner Mutter gestillt. Das Verständnis damals war, dass sich Völker nicht vermischen sollen. Sicherlich von seiner Intuition geleitet machte sich Moscheh eines Tages, als er herangewachsen war, auf um sein Umfeld und seine Wurzeln zu er-kunden. Was im Folgenden geschieht ist ein hervorragendes Sinnbild für uns. Die Tatsache, dass Moscheh nun den Ägypter erschlug und Recht zwischen seinen Brüdern schlichten wollte, zeigt uns auf, dass יהוה Gesetz, versinn-blidlicht durch Moscheh, dazu dienen soll, dass das Heidnische niedergerungen und Recht innerhalb der Gemeinschafts Israels damit gesprochen werden soll! Nachdem Moscheh im Endeffekt etwas "übereifrig" gehandelt hatte und der Pharao zudem nach seinem Leben trachtete, machte sich Moscheh auf und zog in die Wüste nach Midian. מדין bedeutet "Göttliches Wasser öffnet sich dem Individuum" und bezeichnet damit den Umstand, dass Moscheh dort auf den richtigen Weg hin getrimmt werden sollte. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass er Zipporah zur Frau bekommt, was namentlich für den Fokus auf die Erlösung haben steht. Dieser Abschnitt endet mit der Weisheit, dass sich יהוה unseren annehmen wird, wenn wir nur laut genug nach ihm schreien. Das Ver-hältnis zwischen Drangsal <-> Erbarmen zieht sich durch die heiligen Schriften. Mit diesem Konzept des göttlichen Beistands innerhalb von Verfolgung treten sowohl Moscheh als auch Yeshua in Erscheinung!

2. Mose 3,4-5:

Als יהוה sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!

Die erste direkte Begegnung mit Elohim auf dem Horeb verlief im Dornbusch durch den entsprechenden Engel des Ewigen, sein Wirken sei stets gesegnet, Amen! Durch einen prägnaten Hinweis in Vers 5 bekommen wir einen Leitfaden unter welchen Bedinungen wir יהוה begegnen können. Schuhe (נעל) von Füßen (רגל) meint genauer, dass wir "Unser Ich nicht zur Quelle der Kraft habend" von dem "Haupt des Reichtums der Kraft" (=יהוה) trennen sollen, damit wir ihm angemessen und direkt begegnen können!

-Wer Ohren hat, der verstehe-

Moscheh wurde gleichzeitig damit beauftragt das Gesetz יהוה in die Welt zu tragen und Israel dadurch zu heiligen und zu separieren. Der Ausruck "ich bin der ich bin" soll zum Ausdruck bringen, dass Elohim EWIG ist, so wie es schon sein Name יהוה tut! Weiterhin dient dieser Fakt uns als Richtlinie dafür, dass wir dem Gott Israels nur im Ewigen und nicht im Vergänglichen wiederfinden werden, sondern im Erlöser Yeshua!

Joh 1,17:
Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Yeshua geworden.


Dennoch sind wir als Gläubige dazu angehalten, dass Gesetz יהוה strikt einzuhalten, da dies uns erst den Auszug aus Ägypten ermöglicht, sogar mit Reichtümern gemäß den Zusagen zum Ende diesen Abschnitts bescheren wird. Als Nächstes lesen wir, wie Moscheh von Elohim instruiert wird und können dabei Gewaltiges für unser eigenes Dasein hier auf Erden erfahren und uns auch durchaus am Folgenden orientieren. Die Tatsache, dass Moscheh von יהוה mit einem "Stab" (מטּה) ausgerüstet wurde, bedeutet Folgendes: מטּה heist "Die Möglichkeit zu haben sich für das Wasser zu entscheiden" und bedeutet für uns, dass wir lediglich durch das himmlische Gesetz (Wasser) überhaupt die Möglichkeit bekommen unser eigenes Ich (נ) in Kraft und Autorität Elohims in Griff zu bekommen, sodass wir uns stets für das Selbstlose (מ) ins uns entscheiden können. Dies ist die überhaupt die "Grundvoraussetzung", um in himmlischen Gefilden bestehen zu können!

2.Mose 4,3:
Er aber sprach: Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange und Mose floh vor ihr.

Achtung! Immer wenn wir unseren Fokus auf die Erde legen und nicht den Stab Moscheh, der für die Entscheidungsfreiheit in Hinblick auf das Wasser steht, in der Hand halten, so wird dies uns zur Schlange werden (
נחשׁ). נחשׁ bedeutet "Das Individuum verschließt sich vor dem Himmel" und somit würden wir mit solch einer Haltung uns freiwillig für den Ausschluß aus der himmlischen Gemeinschaft entscheiden. Eine Thematik, die von jedem Heiligen innerhalb der Schrift thematisiert wird!

-Wer Ohren hat, der höre-


Dieser negative Umstand bildet eine Analogie zu "Onan" und vielen Anderen, um uns letztendlich als Warnung zu dienen. Der Fokus soll stets gen Himmel sein! Ferner ist es wichtig das Gesetz stets nahe bei sich "am Herzen" zu tragen und nicht von seinem eigenen Leib weichen zu lassen, damit man ständig in dieser Gemeinschaft mit יהוה durch Halten des "himmlischen Wassers" (=Moscheh) bleibt. An dieser Stelle hilft es darauf zu achten, dass יהוה im Himmel thront und wenn wir ihm begegnen wollen, dies stets auf einer Anhöhe stehend gen Himmel gerichtet tun sollten, damit die Möglichkeit auf Gemeinschaft mit dem Ewigen bestehen bleibt!

2. Mose 4,9:
Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben und nicht auf dich hören werden, so nimm Wasser aus dem Nil und gieß es auf das trockene Land; dann wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Land.«

Dieses Zeugnis ist in erster Linie an Jene gerichtet, die aus Ägypten heraus die Macht und Gnade Elohims sehen sollen, zudem gilt sie uns als eindrückliche Warnung! Darauffolgend wird postuliert, dass Moscheh eine "schwere Zunge" hat, weshalb er um Beistand bittet. Das Moscheh sich nicht auszudrücken zu vermag liegt daran, dass das Himmlische Gesetz ohne das ERFAHRENE (
דעת) quasi nicht die Durchschlagskraft entwickelt wie mit dem "handelnden Priester" Aaron! Die Botschaft יהוה soll stets mit Taten und guten Werken gemäß seinem heiligen Gesetz einher gehen, damit das himmlische Wasser auch tatsächlich die Außenwelt erreicht, eine weitere Prophetie, die uns nur staunen lassen kann, Sela. Zudem soll diese Begebenheit uns verdeutlich, dass Moscheh in erster Linie die Himmlische Sache vertritt und uns hierfür auch die "Tür zum Hause" offen lässt! Das zeigt sich auch direkt an der Tatsache, dass Moscheh daraufhin Jitro in Midian (מדין) besucht und somit sein Weilen nominell die Möglichkeit besitzt, dass er "Mit Gottes Wasser verbunden eine Tür ist".

2.Mose 4,22+23:

Und du sollst zu ihm sagen: So spricht יהוה: Israel ist mein erstgeborener Sohn; und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lässt, dass er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.

Damit sollte signalisiert werden, dass zum Einen die Beschneidung das Bündniszeichen ist zwischen יהוה und seinem Volk Israel als Erstgeburt der Schöpfung. Zum Anderen soll uns dies  als sichtbares Zeichen (אות s.V 28&30) dienen. Menschen um uns sollen also sehen, dass wir dem "Schöpfer durch Absterben fest verbunden sind". Weiterhin dient die Beschneidung an dieser Stelle als Sinnbild dafür, dass sowohl יהוה, als auch die Menschen die ewigen Gesetze akzeptieren und zum Wohle aller Geschöpfe befolgen!

-Wer ein Herz hat, verstehe-


Kaum war dieses starke Bündnis zwischen יהוה und Moscheh eingegangen, so war der Feind in Form des Pharao nach noch mehr Angriffen bedacht. Der Umstand, dass die Hebräer nun Stroh (תּבן) sammeln mussten, bedeutet im Kern, dass sie bei Nahe wegen der Fronarbeit in Ägypten "ums Leben gekommen" oder "Die Sohnschaft verloren" hätten. In dieser Not wandte sich das Streben Israels entschlossener nach יהוה in die richtige Richtung und ihr Flehen drang gen Himmel. Man kann sich sicher sein, dass sich diese Begebenheit ein zweites Mal wiederholen wird.

2. Mose 5,22+23:
Mose aber kam wieder zu  יהוה, als auch und sprach: Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt Denn seitdem ich hingegangen bin zum Pharao, um mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.


-An dieser Stelle möchte ich von tiefstem Herzen dem Schöpfer und Behüter allen Seins, יהוה für das Leben und seine Güte und Gerechtigkeit danken, Halleluyah!-

שלום

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